Neues bei den Chemins de fer du Jura (Les CJ) ...

Eine Gleiserneuerung zwischen Les Bois und La Ferrière erforderte den Einsatz von speziellen und innovativen Mitteln. Die Betonschwellen wurden «just-in-time» per LKW angeliefert. Eine Herausforderung war die grosse Entfernung zwischen Strasse und Schiene, welche durch einen Raupenkran mit Gelenkarm überwunden werden konnte.

Zudem wurde das neue Zugdepot am Bahnhof Saignelégier mit drei neuen Beton-Weichen sowie vier Schottergleisen und drei betonierten Gleisen mit Betonschwellen ausgestattet.

Les Bois  La Ferrière
Vollständige Sanierung des Meterspurgleises auf einer Länge von 650 Metern

Schematische Darstellung

Produkte von Vigier Rail

Betonschwellen VöV-E M2, Länge 200 cm, Schientyp 46 E1, Schienenneigung 1:20

Besonderheiten des Einbauorts

Ein Teil des sanierten Abschnitts hatte einen Abstand zwischen Strasse und Gleis von 16 bis 22 Metern und einen Höhenunterschied von 4.5 Metern. Diese Besonderheit erforderte den Einsatz geeigneter Mittel. Ein Raupenkran mit einem variablen Gelenkarm mit grosser Reichweite sorgte für den Ablad der Schwellen. Dieser besondere Service wird von einem von Vigier Rail beauftragten Transportunternehmen gewährleistet.

Handhabung und Verlegen der Schwellen

Die Schwellen wurden von LKW mit Anhängern «just-in-time» auf die Baustelle geliefert und von einem Raupenkran mit Gelenkarm direkt auf das vorbereitete Schotterbett verlegt. Beim Ablad vom LKW auf das Gleis wurde ein Versetzgerät von Vigier Rail eingesetzt, welches an einem Kranhaken befestigt ist und mit sukzessiver Drehung jeweils vier Schwellen aufnehmen und transportieren kann. Eine Schablone am Versetzgerät stellt den Verlegeabstand von 60 cm sicher. Dieses Vorgehen ist immer dann möglich, wenn der LKW auf einer Strasse parallel zum Gleis fahren kann.

Einbauzeit

120 Minuten für 180 Schwellen bei einer Distanz zwischen Strasse und Gleis von 10 bis 12 Metern.

90 Minuten für 112 Schwellen bei einer Entfernung zwischen Strasse und Gleis von mehr als 12 Metern und mit entsprechenden Mitteln (Entladung der Schwellen mit einem Raupenkran mit Gelenkarm, Reichweite 30 Meter).

Zum Vergleich: Bei gewöhnlichen Lieferungen transportiert ein LKW mit Kran und Anhänger ca. 112 Schwellen. Mit dem Versetzgerät von Vigier Rail dauert das Entladen dabei rund 75 Minuten.

Direktes Verlegen der Schwellen von Vigier Rail vom LKW auf das Gleis mit einer für grosse Distanzen geeigneten Maschine
Entfernung zwischen Strasse und Gleis: ca. 22 Meter
Höhenunterschied zwischen Strasse und Schiene: ca. 4.5 Meter
Präziser Gleisbau von 4 Betonschwellen Typ VöV-E M2 mit vormontierten W14-Befestigungen. Das Versetzgerät von Vigier Rail sorgt dank einer Schablone in Kombination mit dem Schwellenaufhängerahmen für die Einhaltung des Verlegeabstands von 60 cm. Dieses rationelle und effiziente System sorgte hier für die Entladung von ca. 112 Schwellen in 90 Minuten mit Hilfe von zwei Personen auf dem LKW und zwei Personen auf dem Gleis.
Übersicht des Raupenkrans mit Gelenkarm für den Einsatz bei grossen Distanzen zwischen Strasse und Schiene sowie des Versetzgeräts von Vigier Rail – Aufnahme der Schwellen auf dem LKW
Übersicht des Raupenkrans mit Gelenkarm für den Einsatz bei grossen Distanzen zwischen Strasse und Schiene sowie des Versetzgeräts von Vigier Rail – Ablad der Schwellen auf dem Gleis

Bahnhof Saignelégier
Bau eines neuen Zugdepots mit Installation von 4 Schottergleisen und 3 Weichen auf Schotter sowie 3 betonierten Gleisen

Situationsplan

Produkte von Vigier Rail

Betonschwellen Typ VöV-E M2, Länge 200 cm Schienentyp 46 E1, Schienenneigung 1:20. Dieser Schwellentyp wurde ebenfalls im Depot verlegt (drei betonierte Gleise).

Betonschwellen in verschiedenen Längen für drei Weichen. Weichentyp (von Tensol Rail geliefert): EW I-80-1:7-F/Be,L, Spurweite 1'003 mm.

Handhabung und Verlegen der Streckenschwellen

Die Streckenschwellen wurden von LKW mit Anhängern «just-in-time» auf die Baustelle geliefert. Bei voller Ladung können diese jeweils 112 Schwellen aufnehmen. Ein Raupenkran mit Gelenkarm, der den Einbau von Schwellen bis zu einer Entfernung von 30 Metern ermöglicht, verlegte die Schwellen direkt auf das vorbereitete Schotterbett der drei Zugangsspuren zum Depot sowie der Garagenspur entlang des Depots. Beim Ablad vom LKW auf das Gleis wurde ein Versetzgerät von Vigier Rail eingesetzt, welches an einem Kranhaken befestigt ist und mit sukzessiver Drehung jeweils vier Schwellen aufnehmen und transportieren kann. Eine Schablone am Versetzgerät stellt den Verlegeabstand von 60 cm sicher. Die restlichen 375 Schwellen im Depot wurden innerhalb von sechs Stunden verlegt.

Handhabung und Verlegen der Weichen

Die Weichenschwellen von Vigier Rail wurden vorgängig an Tensol Rail geliefert, um die Vormontage durchzuführen.

Die drei Weichen wurden in vormontierten Weichenjochen auf LKW von Tensol Rail geliefert. Die Entladung erfolgte durch einen Radkran. Die Entladezeit betrug rund zwei Stunden pro Weiche.

Entladen eines vormontierten Weichenjochs vom LKW von Tensol Rail mit einem Radkran.
Übersicht über die Baustelle beim Entladen des letzten vormontierten Weichenjochs.
Entlad von Schwellen ab LKW auf einem der drei Zufahrtsgleise des neuen Depots mit dem Raupenkran.
Mit dem Raupenkran und dem Versetzgerät von Vigier Rail können jeweils vier Schwellen gleichzeitig und über weite Strecken verlegt werden.
Übersicht über den Einbau der Schwellen auf einem der drei Gleise des neuen Depots.
Neues Depot in Saignelégier mit neuen Zufahrtsgleisen und Weichen.
Luftaufnahme des neuen Depots in Saignelégier mit Zufahrtsgleisen und den drei Weichen.
Die auf dem Boden des neuen Depots platzierten Betonschwellen inklusive Schienen, vor dem Betonieren des Gleises.
Blick auf die drei betonierten Gleise mit Betonschwellen VöV-E M2 im neuen Depot in Saignelégier.

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