NACHGEFRAGT BEI ... ANDREAS FERRARI

04.12.2017

Seit dem 1. Oktober 2015 ist Andreas Ferrari bei der Vigier Rail AG als Stv. Bereichsleiter Privatbahnen Schweiz / Tramway tätig. Gerne stelle ich Ihnen kurz ein paar Fragen:

Sie arbeiten seit 2 Jahren bei Vigier Rail, vorher waren Sie über 30 Jahre bei der Firma Angst & Pfister AG. Was war Ihre Hauptmotivation für diesen Wechsel?

Ich führte das Profit-Center Schwingungstechnik und war Mitglied in der Geschäftsleitung (Schweiz und Deutschland). Neben den Bereichen Bau und Industrie bearbeitete ich über 20 Jahre komplexe Bahnprojekte wie z. B. die NBS Mattstetten-Rothrist, die DML oder die Glattalbahn, bei welchen ich für die Schwingungsisolation der Fahrbahn zuständig war. Vigier Rail hat mir interessante Perspektiven im Bahngeschäft angeboten, bei denen ich mich persönlich weiterentwickeln kann. Ich bin froh, diesen Schritt getan zu haben, denn bei Vigier Rail kann ich mit einem schlagkräftigen Team viel bewegen.

Sie sind verantwortlich für die Betreuung der Privatbahnen in der Schweiz. Haben Sie jede Bahn schon einmal besucht?

Ja, natürlich. In den letzten zwei Jahren hatte ich die Möglichkeit, mit Christian Chopard, dem heutigen Bereichsleiter Privatbahnen Schweiz / Tramway, unterschiedliche Verantwortliche innerhalb der Infrastrukturunternehmen zu besuchen, aber auch viele Ingenieurbüros und Bauunternehmungen. Dabei wurde mir wieder bewusst, wie ausgesprochen vielfältig die Bahnlandschaft ist.

Welches sind Ihre Haupttätigkeiten im Bereich Privatbahnen Schweiz / Tramway?

Gemeinsam mit Christian Chopard betreue ich sämtliche Projekte der Privatbahnen und bin auch Ansprechpartner für Gleisbauer sowie Planer. Dabei wickeln wir nicht nur laufende Projekte ab, sondern entwickeln auch neue.

Welches sind aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen und Veränderungen in der Eisenbahnbranche?

Der Bahnmarkt verändert sich derzeit sehr. Wir erfahren, dass gerade auch im Kontext einer zunehmenden Globalisierung unsere Kunden mit neuen Erwartungen an uns herantreten. Das fordert uns als ihr Lieferpartner mit einer erhöhten Flexibilität heraus. Dank unserer Innovationskraft und unseren Investitionen sind wir meiner Meinung nach sehr gut auf die Zukunft vorbereitet und werden uns erfolgreich auf dem Schweizer Markt behaupten.

Mit welchen Innovationen ist Vigier Rail aktuell auf dem Markt präsent?

Bei Vigier Rail setzen wir momentan stark auf das Thema Nachhaltigkeit. Wir befassen uns intensiv mit einem Wechsel auf einen CO2-ärmeren Zement. Ausserdem machen wir uns Gedanken zum Thema Stoffkreislauf. Aber auch Produktinnovationen werden vorangetrieben. So konnten wir 2017 erstmalig Projekte mit Mastfundamenten beliefern. Auf die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) bis im Jahr 2023 reagieren wir mit unserem vollumfänglichen Perronwinkelsortiment wie auch mit Betonelementen zum erleichterten Busausstieg resp. für kombinierte Perrons für Trams und Busse.

Nun eine Frage in eigener Sache: Als Leiterin Marketing war ich für die Lancierung der Vigier Rail App zuständig. Welches Echo löste die App auf dem Markt aus?

Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Ich setze die App aktiv bei Projektbesprechungen ein. Um in Zukunft weitere interessante Projekte in der App abbilden zu können, freue ich mich jetzt schon auf zahlreiche Referenzen von unseren Kunden! Ich hoffe das Feedback zum Newsletter wird gross!

Vigier Rail befindet sich in Müntschemier. Was gefällt Ihnen an diesem Standort am besten?

In dieser Region spriesst nicht nur das Gemüse, sondern dank der Offenheit, Flexibilität und dem Teamgeist der Mitarbeitenden auch sehr viele gemeinsame Ideen.

Welches ist neben der Arbeit Ihre grösste Leidenschaft?

Als ehemaliger Eishockeyspieler bin ich immer noch sportlich aktiv. Im Winter fahre ich gerne Ski und im Sommer gehe ich biken, inlineskaten oder man trifft mich auf dem Golfplatz an. Aber meine grösste Leidenschaft gehört sicher meiner Familie und der Küche; ich bin als hervorragender Hobbykoch bekannt …

 

Herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Das Interview führte Sandra Wenger.

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