NACHGEFRAGT BEI ... FRANK SPORBECK

11.05.2017

Frank Sporbeck arbeitet seit dem 1. September 1997 bei Vigier Rail. Seit 2005 ist er stellvertretender Unternehmensleiter und seit dem 1. Januar 2014 der Bereichsleiter SBB.  

Herr Sporbeck, gerne stelle ich Ihnen kurz ein paar Fragen:

In welcher Funktion haben Sie 1997 bei Vigier Rail, damals noch Tribeton, angefangen? 

Zuerst als technischer Mitarbeiter. Später habe ich zusätzlich die Leitung des Qualitätsmanagement-Systems übernommen. Danach war ich während acht Jahren als Leiter Technik und Innovation tätig.

Welches war Ihre Hauptmotivation den Bereich Technik zu verlassen, um Bereichsleiter SBB zu werden?

Mich interessieren neue Herausforderungen ganz allgemein. Beim Unternehmensleiterwechsel von Bruno Kiefer zu Anabel Hengelmann wurde die Stelle des Bereichsleiters SBB neu geschaffen. Die SBB sind unser wichtigster Kunde und ich sehe es als sehr spannende Aufgabe an, diese Kundenbeziehung zu pflegen und zu intensivieren.

Welches sind Ihre Haupttätigkeiten als Bereichsleiter SBB und als stellvertretender Unternehmensleiter?

Als Bereichsleiter SBB habe ich die operative Leitung. Sämtliche Fäden im Zusammenhang mit unserem wichtigsten Kunden laufen bei mir zusammen. Im Fokus habe ich stets die optimale Kundenbetreuung.

Als stellvertretender Unternehmensleiter schätze ich es, bei praktisch allen Entscheidungen dabei zu sein und Verantwortung zu übernehmen.

Daneben bin ich für die Preiskalkulationen und zahlreiche spannende Projekte im Unternehmen verantwortlich.

Bei all diesen Tätigkeiten gefällt mir die Abwechslung zwischen selbstständigem Arbeiten und Teamarbeit sowie der Arbeit im Büro und ausserhalb.

Welche Projekte beschäftigen Sie momentan am meisten?

Es laufen verschiedene Submissionen, die allesamt sorgfältig betreut werden müssen.

Zudem bin ich beim internen Projekt «Arealentwicklung» seit drei Jahren als Projektleiter tätig. Hier sind wir momentan in der Endphase – der Abschluss erfolgt voraussichtlich noch in diesem Jahr. Dabei geht es um nichts weniger als die Ausrichtung von Vigier Rail für die nächsten 20 Jahre und auch für die Zukunft fit zu bleiben!

Die SBB sind Hauptabnehmer unserer Standardschwellen B 91. Welche Produkte bezieht die SBB sonst noch von Vigier Rail?  

Neben den Streckenschwellen B 91 bezieht die SBB vor allem Weichenschwellen, aber auch Flachschwellen sowie verschiedene Perronelemente. Projektbezogen liefert Vigier Rail auch Produkte für die Feste Fahrbahn, wie das System Low Vibration Track (LVT), welches zuletzt im Gotthard-Basistunnel eingebaut wurde.

Welches sind die grössten Herausforderungen und Veränderungen in Ihrer Tätigkeit?

Die richtigen Prioritäten zu setzen und somit als Erstes das zu erledigen, was dringend und wichtig ist.

In den letzten Jahren hat das Tempo eindeutig zugenommen. Die Globalisierung hat das ihre dazu beigetragen. Zu Beginn meiner Tätigkeit waren wir vor allem am Schweizer Markt präsent, seit einiger Zeit jedoch auch in Europa und mit unserer Schwesterfirma Sonneville sogar weltweit.

Auch in der Bahnbranche wird die Automatisierung vorangetrieben und die Digitalisierung beschäftigt uns mehr und mehr. Umso wichtiger ist es daher, strategisch die richtigen Entscheidungen zu treffen, um für die Zukunft gewappnet zu sein.

Als Geschäftsleitungsmitglied und stellvertretender Unternehmensleiter übernehmen Sie täglich eine grosse Verantwortung. Der Ausgleich kommt dabei manchmal sicherlich etwas zu kurz. Wo können Sie am besten abschalten?

Vor allem in der Familie und mit Freunden sowie in der Natur. Ich bin vielseitig interessiert (Politik, Wirtschaft, Kultur) und treibe ausserdem viel Sport. Seit vielen Jahren spiele ich leidenschaftlich Tischtennis, früher sogar auf Nationalliganiveau, heute nur noch zum Spass. Schon bald werde ich mich auf die nächsten Senioren-Weltmeisterschaften in Las Vegas vorbereiten. Dies ist ein riesiger Event mit mehreren tausend Spielern, wo neben dem Wettkampf auch das Gesellige nicht zu kurz kommt.

Vigier Rail befindet sich in Müntschemier. Welcher Ort gefällt Ihnen hier am besten?

Ich habe keinen eigentlichen Lieblingsort. Nach all den Jahren hat für mich Müntschemier als Ganzes etwas Vertrautes und ich komme mit Freude zur Arbeit in die Gemüsekammer der Schweiz.

 

Herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Das Interview führte Sandra Wenger.

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